2 – Martina Geist „variatio delectat“

Ausstellung vom 26.April bis zum 24.Mai 2020

Martina Geist
„variatio delectat“

– ein Wechselspiel, das Freude macht

In der Ausstellung von Martina Geist geht es um Variationen
des Themas Natur, das die Künstlerin in einer Reihe von mit dem Titel „Naturnah“ durchgespielt hat und aus denen sie in der Sebastianskapelle eine „Fahneninstallation“ zeigen wird:
Früchte, Blätter, Zweige und Ranken sind auf transparentem Fahnenstoff gemalt, appliziert oder von Holzschnitten aus darauf übertragen.

Durch die optische Qualität und die Flexibilität des transparenten Materials
und durch die Platzierung und Ausführung der Bildelemente
entstehen so aus textilen Flächen vielseitige und raumgreifende Bilder oder fast Objekte.
Allein schon der Wechsel des Standpunkts zwischen „Vorderseite“ und „Rückseite“ mit dem jeweils mitwirkenden räumlichen Hintergrund kann dabei zu ganz überraschenden Blicken und Seh-Erlebnissen führen:
ein Wechselspiel, das Freude macht.

Begleitend dazu sind Holzschnitte und Holztafeln zu sehen,
in denen Martina Geist Alltagsgegenstände „portraitiert“, die sie ins Holz schneidet, konsequent reduziert und abstrahiert.
Das Schneiden versteht sie dabei selbst als ihre persönliche „Form des Zeichnens“
und das Auftragen der Farbe und Durchreiben auf den Bildträger entspricht für sie dem Schritt von der Zeichnung in die Malerei.

Ein weiteres Element in unserer Ausstellung
ist das Video „Tassensturz“ zur Arbeit von Martina Geist,
das uns das Kunstmuseum Reutlingen freundlicherweise
als Begleitmaterial zur Verfügung stellt
und das wir im Dachgeschoss zeigen werden.

Martina Geist ist 1961 in Stuttgart geboren.
Sie lebt und arbeitet in Stuttgart.

Ihre künstlerische Ausbildung
von 1981 bis 1989 an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
hat Martina Geist
mit einem Studienabschnitt im Fach Geschichte an der Universität Stuttgart
und
mit einem Auslandsstudium an der Hochschule für angewandte Kunst Wien
kombiniert.